| Touren 2008 2008 könnt Ihr zu folgenden Touren lesen:
Ostertour in der Eifel
Andalusien mit Abstecher in die Algarve im Sommer 2008
Wochenendtour 02.10.-05.10.08
Ostertour in die Eifel
Unsere Campingsaison starten wir dieses Jahr an Ostern. Leider
ist Ostern dieses Jahr sehr früh, nämlich schon am 22.03. Die Wettervorhersage
klingt nicht sehr vielversprechend, Regenschauer, Sturm und Schneefälle bis in
die Ebenen sind vorhergesagt.
Wir starten am Gründonnerstagabend und erreichen nach ca. 3
Fahrstunden den Parkplatz der Burg Eltz.

Karfreitag
In der Nacht stellt sich ergiebiger
Dauerregen ein, der am Morgen eine Pause macht, als der Parkplatzwächter an die Womotür klopft um seine 3 Euro zu kassieren. Er weist uns darauf hin, dass das
Übernachten auf dem Parkplatz verboten sei. Wir müssten diesen spätestens um
18.00 Uhr wieder verlassen. Außerdem sei heute der erste Öffnungstag der Burg.
Wir stapfen frohen Mutes die ca. 800m zur Burg los um auf der
halben Strecke vom nächsten Regenguss überrascht zu werden. Recht nass erreichen
wir die Burg und kaufen eine Familienkarte zu 24 Eur. Nach kurzer Wartezeit
erforschen wir zusammen mit unserem Führer die Burg.

Am Beeindruckendsten fanden wir dabei die Tatsache, dass die Burg
8 Stockwerke hat, von denen allerdings nur 3 besichtigt werden können. Nach
Besichtigung der Empfangshalle, dem Schlafzimmer des Burgherren, der Kapelle,
dem Rittersaal und des Kinderzimmers finden wir uns in der mittelalterlichen
Küche wieder. Hier endet die Führung und wir werden in den ebenfalls
mehrstöckigen Keller, in die Schatzkammer geschickt. Dort finden wir zahlreiche
Münzen, kirchliche Gegenstände, Trinkgefässe, Münzen und ähnliche Pretiosen vor.

Leider haben wir keine Aufnahmen vom Inneren der Burg, da das
Fotografieren verboten ist.
Nach ca. 90 Minuten machen wir uns auf den Rückweg zum Wohnmobil.
Bereits nach wenigen Metern setzt starker Regen ein, der in Graupelschauer
übergeht und in einem Gewitter mit Blitz und Donner gipfelt. Ziemlich nass
erreichen wir das Womo und essen zu Mittag.
Nach dem Mittagessen starten wir nach Mayen, dessen
Altstadt mit mittelalterlichen Häusern wir besichtigen möchten. Als wir vor dem Rathaus stehen,
fängt es heftig an zu schneien. Wir lassen uns davon aber nicht beirren und
setzen unsere Besichtigung fort.
Danach brechen wir auf nach Polch, auf dem dortigen WOMO
Stellplatz von Niesmann und Bischoff haben wir uns mit unserer
Internetbekanntschaft Familie Weh aus Bous verabredet.
Als wir am Stellplatz ankommen scheint die Sonne und die
Stimmung hebt sich. Der kleine Stellplatz ist fest in der Hand der Rentner, die
sich häuslich eingerichtet haben. Unsere Hoffnung die Batterien nachzuladen
erfüllt sich nicht, es sind keine Stellplätze mehr frei, die nah genug an der
Stromsäule für unser Kabel wären. Also müssen die Akkus noch ein wenig länger
durchhalten. Leider läuft die Heizung nachts dauer und heute sind wir zuwenig
gefahren um die Batterien wieder voll zu laden.
Gegen 17.00 Uhr trifft Familie Weh ein, gerade als wir zum
Fussballspielen aufbrechen. Schnell entwickelt sich ein Duell Kids gegen
Erwachsene, das letztere pflichtschuldigst verlieren.

Abends sitzen wir im Womo von Alex und Christine und die Zeit
vergeht wie im Fluge. Um 23.00 Uhr sinken wir in die Federn.
Karsamstag
Nachts hat es geschneit, es ist aber fast nichts liegen
geblieben. Wir starten den Tag mit frischen Brötchen vom nahegelegenen
Supermarkt und entsorgen unsere Tanks bzw. füllen Frischwasser (50 Ct für ca. 50
Liter) nach. Nach einem kurzen Einkaufstop für Familie Weh starten wir zum
ehemaligen Atomschutzbunker der Bunderregierung in Bad Neuenahr- Ahrweiler. Von
der viele Km langen Anlage sind ca. 400m besichtigbar.
Danach reißt der Himmel auf und wir starten zusammen unsere
erste Geochachingtour, die sich als ungeahnt lang erweist, insgesamt sind wir
ca.
2 Stunden damit beschäftigt im Wald versteckte Hinweise zu suchen, die uns
schließlich zum "Schatz" führen. Wir tauschen unsere mitgebrachten Schätze gegen
eine Plastiktrillerpfeife und ein Zahnputzset und treten den Rückweg an.

Müde beschließen wir auf dem Stellplatz in Bad Neuenahr (5 Eur)
zu übernachten. Leider gibt es dort keinen Stromanschluss, unsere Batterien sind
wegen des seit 2 Tagen anhaltenden Dauerbetrieb der Heizung relativ leer.
Während der Fahrt konnten wir sie kaum nachladen, dafür war die Fahrtstrecke zu
kurz. Allerdings finden wir ein offenes WLan-Netz und checken unsere e-mails
bzw. Alex lädt uns eine Stellplatzliste herunter.
Abends installiert uns Alexander diese Stellplatzliste und
wir sitzen bis spät zusammen und fachsimpeln. Christine liegt schon im Bett und
schläft.
Ostersonntag
Wir starten morgens nach Daun. Unterwegs schneit es im Bereich
Nürburgring stark, neben der Straße haben die Räumfahrzeuge über 30 cm hohen
Schnee aufgetürmt. Wir machen uns Sorgen, ob es bei diesem Wetter mit der
Fahrradtour etwas wird.
Gegen 11.00 Uhr erreichen wir den alten Bahnhof in Daun und
starten wenig später bei Sonnenschein auf den Radweg. Dieser steigt bis zum
Tunnel sanft an, auf den Stellen, die im Wald liegen, liegt z.T. noch Schnee bzw.
sind leichte Vereisungen. Auf einer solchen rutscht Fabian mit dem Fahrrad aus
und landet im Straßengraben, der zu allem Unglück mit Wasser gefüllt ist.
Glücklicherweise bleibt Fabian einigermaßen trocken und kann, nachdem die Tränen
getrocknet sind, die Fahrt weiter fortsetzen. Nach wenigen Metern erwartet uns
die nächste Überraschung, quer über dem Radweg liegt ein großer Baum. Wir müssen
die Fahrräder darüberheben.

Dann geht die Fahrt weiter, wir erreichen den
Tunnel. Danach geht es über Kilometer nur noch bergab und wir sausen fröhlich
los. Mit flottem Tempo erreichen wir nach ca. 20 Minuten Gillenfeld. Dort machen
wir kurze Picknickrast. Der eiskalte Wind zwingt uns aber nach wenigen Minuten
dazu die Fahrt fortzusetzen. Nach ca. 2 km treffen wir Familie Weh, die auch
gerade picknickt. Gemeinsam fahren wir zurück. Unterwegs machen wir Halt an der
alten Lokomotive auf der die Kinder begeistert herumturnen.

Zurück am Womo trinken wir gemütlich Kaffe, ehe wir zu unserem
nächsten Ziel, einem Aussichtsturm aufbrechen. Dort angekommen genießen wir die
Aussicht und "geochachen" anschließend noch einen Schatz für die Kinder.
Birgit baut im Schnee einen Schneehasen.

Anschließend führt uns unser Freund Alexander zu einem
Traumstellplatz am Rhein, wo wir eine wunderschön ungestörte ruhige Nacht
verbringen.

Ostermontag
Heute morgen schneit es leicht und so beschließen wir nach Bonn
in das Haus der Geschichte zu fahren.
Alexander erklärt sich bereit den "Fremdenführer" zu spielen und
er führt uns super direkt zu einem versteckten, aber nahegelegenen Parkplatz. Wir erstürmen das Museum
und sind von diesem begeistert. Wir sind erstaunt wie schnell die Zeit vergeht
und erst als die Kinder sich über Hunger beschweren fällt uns auf, dass es schon
Mittag ist.
Wir gehen zum Womo und essen eine Kleinigkeit. Danach
beschließen wir ins nahegelegene Spaßbad zu fahren.
Die Kinder sind vom Planschen im warmen Wasser und den Rutschen
begeistert. Gegen 18.00 Uhr verlassen wir das Schwimmbad und essen hungrig im
Womo zu Abend. Während wir im Wasser waren und auch jetzt noch geht die Welt
unter, es schneit wie wahnsinnig und auf dem Parkplatz bildet sich bereits eine
geschlossene Schneedecke,
Wir beschließen hier zu übernachten und morgen früh zurück zu
fahren.
Gegen 22.30 trifft sich die Dorfintelligenz mit Ihren
aufgemotzten BMW und jap. Sportwagen auf dem Parkplatz und übt mit
durchdrehenden Rädern und aufheulenden Motoren Schleudern im Schnee. Nach einer
Viertelstunde wird mir der Zauber zu viel und ich stelle die 3 Jungs zur Rede.
Sie wollen diskutieren und vertreten die Ansicht ich hätte ihnen gar nichts zu
sagen, da ich selbst etwas verbotenes täte, da ich auf dem Parkplatz mit dem
Wohnmobil ca.mpieren würde. Ich biete an, diese Frage mit der angerufenen Polizei
und den 3 jungen Leuten zu klären, aber diese haben plötzlich keine Zeit mehr.
Sie verabschieden sich mit den Worten ich sei ein Idiot, der nur neidisch sei,
weil er mit seinem Womo nicht so schön im Schnee schlittern könne, wie sie mit
ihren Autos.
Um 7.30 sitzen wir beim Frühstück und schauen in eine
Winterlandschaft. Die Gegend ist schneebedeckt und auf den Womodächern liegen
ca. 6cm Schnee.
Wir verabschieden uns von unseren neuen Freunden, Familie Weh,
die noch ein wenig länger Zeit haben. Sie planen noch die Oma zu besuchen, wir
starten durch nach Stutensee. Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen wir unsere
Heimat, der erste Mandantentermin ist nur 5 Stunden später.
Ein schöner, ereignisreicher Urlaub ist zu Ende und unser ganz
besonderer Dank geht an Familie Weh, die so herzlich und nett zu uns waren und
sogar den "Reiseveranstalter" für uns spielten.
Wir hoffen, dass wir noch den einen oder anderen gemeinsamen
Urlaub zusammen verbringen können.

Sommertour nach Spanien und Portugal
Freitag, 08.08
Am 08.08.08 um 18.08 Uhr starten wir endlich mit vollbeladenem Womo in
Stutensee. Unser Urlaub war dieses Jahr überraschend gefährdet, nachdem unser
bisheriger Vertreter seine Kanzlei verlegt hat und wir erst einen neuen
Vertreter finden
mussten. Daher mussten wir unseren Urlaub auch um mehr als 1 Woche verschieben, aber
Hauptsache es klappt noch.
Nach flotter Fahrt lassen wir es gegen 23.00 Uhr genug sein und übernachten
neben einem ehemaligen Kino in Quingey. Leider kommt gegen 2 Uhr nachts die
Dorfjugend und übt Schleudern mit dem Auto auf dem Kiesplatz. Zum Glück
verschwinden sie nach der 3. Handbremswende wieder.
Samstag, 09.08.08
Um 9.00 Uhr starten wir wieder durch, gegen 13.00 Uhr tanken wir zum zweiten Mal
in diesem Urlaub und kaufen Baguette, Käse und Milch. Wir machen eine
ausführliche Mittagspause an einem Park und spielen mehrere Runden Fußball. Den
Ball habe ich zu Hause etwas zu fest aufgepumpt und beim Kicken stoße ich mir
den Zeh daran blutig.
Gegen 15.00 Uhr starten wir wieder, um fast sofort in einen riesigen Dauerstau zu
geraten. Die Autos schieben sich Stoßstange an Stoßstange stundenlang voran.
Nachdem wir für 7 km mehr als eine Stunde gebraucht haben, erspähe ich nach dem
Örtchen Livron auf der N7 direkt hinter der Brückchen über den Fluss ein schönes
Plätzchen. Mit Volleinschlag biegen wir von der N 7 ab und nehmen Kurs auf das
Fleckchen. Leider haben aber hier weniger nette Leute dicke Findlinge platziert,
so dass wir auf den schönen grünen und romantischen Flecken direkt neben dem
Flüsschen nicht kommen. Wir rangieren ein wenig und richten uns vor den
Findlingen ein. Anschließend stürzen 3 unserer Kinder in den Fluss zum Baden, der
zwar wenig tief aber angenehm warm ist. Danach gibt es Abendessen und wir
beschließen hier zu übernachten. Der Verkehr hat uns heute zu sehr genervt.
Abends spielen wir noch ein wenig Boule und Fußball, Gernot tippt diesen
Reisebericht. Heike sieht im TV die Ergebnisse der Olympischen Spiele,
anschließend entdecken die Kinder "Verstehen Sie Spaß" und dürfen das noch
sehen, ehe es dann für alle ins Bett geht.
  
Sonntag 10.08.
Nach dem Frühstück starten wir. Bei Montpellier setzen die Kinder einen Stopp bei
der amerikanischen Fastfoodkette durch und wir Erwachsenen beschließen, unser
Glück auf dem Stellplatz Narbonne-Plage zu versuchen. Unmittelbar vor uns
erreicht ein französisches Womo den Stellplatz, dieses bekommt den "letzten" Platz .
Was soll's, ist ja verständlich, dass sie ihre Landeskinder bevorzugen. wir düsen
weiter nach Gruissan, einem riesigen Stellplatz auf dem geschätzte 100 Womo
schon stehen und auch wir uns dazu gesellen dürfen. Die Kinder stürzen in die
Lagune und baden. Abends spielen wir zu 5 Romme.
Montag, 11.08.
Kurz vor dem Frühstück geht ein Platzregen runter, glücklicherweise ist der zwar
heftig aber nur kurz.
Eigentlich wollten wir heute einen Strandtag machen, aber das Wetter sieht
bedeckt aus und ist recht kühl. Wir beschließen, noch Wasser zu tanken und bis
Mittag auf jeden Fall zu bleiben. Wir werden dann zur Lagune auf den Strand
fahren und dort parken. Zwischen 7.00- 22.00 Uhr ist dies erlaubt.
Leider bleibt das Wetter schlecht und so brechen wir doch noch vormittags auf und fahren
weiter Richtung spanische Grenze, zuerst nach Perpignan.
Doch heute haben wir keinen guten Tag erwischt, schon ca. 15 km vor Le Perthus
geraten wir in einen Dauerstau. Zunächst denken wir, es müsse sich um eine
Baustelle oder einen Unfall handeln und fahren ca. 5 km im Stau, wofür wir fast
90 Minuten brauchen. Also brechen wir ab und legen eine lange Rast auf einem
Parkplatz ein. An uns kriecht 5 Stunden lang ein endloser Blechlindwurm vorbei.
Gegen 19.30 Uhr scheint er sich aufgelöst zu haben und wir starten frohen Mutes,
für 3 km haben wir freie Fahrt, dann sind wir wieder im Stau. Es stellt sich
heraus, dass der ganze Stau seine Ursache in tausenden von PKW hat, die alle
nach Spanien zum Einkaufen fahren und Touristen, die ans Meer wollen. Der Stau
löst sich auch nach der spanischen Grenze nicht auf und selbst um 21 Uhr ist auf
Höhe Figueres nach wie vor sehr starker Verkehr. Genervt
beschließen wir, die Küste zu verlassen und ins Landesinnere zu fahren. Die
gesamte Route wird umgestellt. Statt - wie geplant - an der Mittelmeerküste
entlang zu fahren, fahren wir doch über Madrid. Wir
brauchen nochmals ca. 90 Minuten bis wir den Stau hinter uns haben. Als
Entschädigung erwartet uns freie Fahrt auf einer super ausgebauten Straße, die
später sogar zu einer kostenfreien Autobahn wird. Unser Richtung heißt nun
Madrid. Gegen 23.00 Uhr verlassen wir die Schnellstraße und parken auf einem
Feldweg.
Dienstag 12.08.
Um 6.00 Uhr werden wir von den Traktoren der Bauern geweckt und ich werfe um
7.00 Uhr den Diesel an. Während die anderen noch schlafen, fahre ich nochmals 80
km, bis es auf einem Parkplatz Frühstück gibt. Astrid telefoniert mit ihrem
Freund, die Jungs erobern eine Häuserruine.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Autofahren, Einkaufen und Tanken. Gegen
22.00 Uhr schlafen wir auf einer vermüllten Fläche eines abgerissenen Hauses.
Mittwoch, 13.08
Vom letzten Schlafplatz sind es nur 2 Stunden bis zum Embalse de Rumblar, den wir zum Baden
ansteuern.

Nach abenteuerlicher Fahrt durch verwinkelte, enge Dorfgassen erreichen wir den
Badeplatz. Leider ist die Abfahrt zum See nur für 4x4 Fahrzeuge geeignet, wir
rangieren mit durchdrehenden Hinterrädern bis wir auf einer kleinen Fläche
oberhalb des Sees mit ca. 30 Grad Schräglage stehen. Leider will bei dieser
Schräglage unser Kühlschrank nicht mehr und das Eis der Kinder taut auf, was wir
erst später merken.

Alle stürzen in das angenehm warme Wasser des Stausees.

Wir halten uns bis zum frühen Abend hier auf, zeitweise sind wir die
einzigen hier. Leider tritt Heike - kurz bevor wir den See verlassen - noch auf
eine Scherbe oder einen spitzen Stein. Da sie gerade versuchte, Fabian weiter
ins Wasser zu ziehen, schneidet sie sich kräftig die Ferse auf.
Gegen 16.30 Uhr kommen plötzlich viele Einheimische zum Baden mit
ihren PKW und wir drohen eingeparkt zu werden. Also brechen wir sofort auf, es
braucht 2 bis 3 Anläufe bis die durchdrehenden Hinterräder genug Grip finden,
das wir zurück auf den Asphalt kommen.
Wir fahren weiter, unser Ziel ist ein Bade- / Picknickplatz im ca. 60 km
entfernten Naturschutzgebiet "Sierra de Andujar".

Gegen 19.00 Uhr treffen wir dort ein und sind
begeistert, ein schöner kalter Bergfluss, der "Rio Jandular", an dessen Ufer man
ca. 1,5 km auf einer
staubigen, mit Schlaglöchern übersäten Piste entlangfahren kann, unter Bäumen
bieten sich zahlreiche Stellplatzmöglichkeiten. Wir richten uns häuslich ein und
stürzen in das eiskalte Wasser.
Der
Stellplatz am Fluss, direkt unter Bäumen
Nach dem späten Abendessen spielen wir zu viert Romme, bis es zu dunkel wird. Es ist
so warm, dass wir abends im Wohnmobil trotz sperrangelweit geöffneter Fenster
kaum schlafen können.

Donnerstag, 14.08.
Wir schlafen lange, bis 08.30 Uhr, nach dem Frühstück spielen die Jungs Fußball,
die Mädchen lesen bzw. spielen Nintendo. Als Ergebnis müssen diese mit dem
Wechselrichter wieder aufgeladen werden.
Ich kümmere mich um unsere seit Tagen tonlose Hupe. Sie korrodiert seit unserer
Fahrt im Winter, als wir am 27.12. meinen Freund Markus in Bayern besuchten,
immer wieder. Nach 30 Minuten eifrigen Kontaktputzen tönt sie wieder.
Anschließend schraube ich Astrids Fensterrahmen ab, da sie ihren Nintendo-Stylus
(wie ich dann feststellen musste sogar beide)
im Rollokasten versenkt hat.
Nach dem Mittagessen ist es wieder richtig heiß, alle außer den Jungs baden im
Fluss zur
Abkühlung und ich schaffe es die letzten 3 Reisetage nachzutragen, vor lauter
Fahren, war ich noch nicht dazu gekommen.
Später nutze ich das klare Flusswasser um das Bad zu putzen, außerdem muss ich die
Zweitkasette der Toilette einschieben, die erste ist voll.
Abends spielen die Jungs an meinem Laptop "Football-Mania" und Heike
schaut im Videotext des TV die Olympiaergebnisse. Danach machen wir noch einen
kleinen Abendspaziergang, ehe wir alle um 23.00 Uhr zu Bett gehen.
Insgesamt ca. 35 Ah Strom haben wir verbraucht, die wir morgen während der Fahrt
sicher nachladen können.
Freitag, 15.08.
Morgens starten wir Richtung Cordoba, unterwegs wollen wir einkaufen, aber heute
ist einer der höchsten Feiertage Spaniens und alle Geschäfte sind geschlossen.
Damit hatten wir schon fast gerechnet, aber am Fluss gefiel es uns so gut, dass
wir gerne eine längere Pause einlegten.
So begnügen wir uns damit, Diesel und Wasser an einer Tankstelle nachzufüllen.
Zunächst fahren wir durch die Sierra de Cordoba.
Mittags machen wir Rast an einem schönen Spielplatz mit einem Brunnen. Weiter
geht die Fahrt nach Medina al Zahara, wo wir die Ausgrabungen besichtigen
wollen. Als wir gegen 16.00 Uhr eintreffen. ist allerdings schon geschlossen, zur
Freude der Kinder, die bei 39 Grad eh keine Lust hatten, die Ausgrabung zu
besichtigen.
Die
Ausgrabung von oben
Aber die Moschee Mezquita in Cordoba bleibt Ihnen nicht erspart. Dank des
Feiertages ist nichts in der Stadt los, und wir können problemlos im
Stadtzentrum parken. Für 20 Euro Eintritt dürfen wir die Moschee besichtigen, die
uns schon durch ihre pure Größe beeindruckt. Die Aussicht auf ein Eis versöhnt
die Kids einigermaßen.


Gegen 19.00 Uhr starten wir nach Zuheros, wo laut unserem Womo-Führer ein schöner
Picknickplatz mit Toilette und Duschen sein soll. Wir finden ihn jedoch nicht
und fahren uns im Dörfchen auf den engen Dorgassen beinah fest. Auch die Dame
der Tourist-Info weiß von so einem Platz nichts, zumindest erzählt sie dies. Sie
fühlte sich aber offensichtlich sehr gestört vom Auftauchen von Touristen. Da
auch die Englischkenntnisse nur unzureichend waren, erklärte sie nur, wir
müssten im Ort parken. Auch Heikes genaue Angabe des Stellplatzes (genau bei
ihrem Häuschen) bringt nichts, offensichtlich gibt es den Platz nicht mehr. Also suchen wir eine halbe
Stunde auf eigene Faust weiter und geben schließlich auf. Hinter dem Carrefour in
Baena finden wir einen ebenen Parkplatz direkt an einem Kinderspielplatz. Hier
richten wir uns für die Nacht ein. Morgen früh können wir dann auch einkaufen,
leider macht der Supermarkt erst um 10.00 Uhr auf und unser Brot ist alle.
Nachts findet - am Feiertag - noch ein Feuerwerk statt.
Samstag, 16.08.
Pünktlich um 10.00 Uhr kaufen wir Brot und Lebensmittel ein, es geht weiter nach
Granada. Gegen 12.00 Uhr passieren wir die Stadtgrenze und orientieren uns
Richtung Campingplatz. Der kleine Platz ist recht voll und wir bekommen für ca.
37 Euro eine der größeren Parzellen zugewiesen. Diese ist trotzdem so klein, dass
wir auf der einen Fahrzeugseite ganz an den Büschen stehen und unsere
Klappfenster nur noch zur Hälfte aufgehen und trotzdem wir auf der anderen Seite
die Markise nur zu Hälfte ausfahren können.

Über den Campingplatz lassen wir uns
Karten für die Alhambra reservieren, wir bekommen für den Folgetag und dann erst für 19.00 Uhr Karten. Somit bleibt uns nur 1 Stunde vor
Schließung der Alhambra Gelegenheit den Nasridenpalast zu sehen. Für den
Reservierungsanruf verlangt der CP stolze 10,50 Euro, was wir gelinde gesagt, für
Abzocke halten. Zum Glück kostet der Eintritt in die Alhambra nur für die
Erwachsenen, Kinder unter 12 Jahren sind frei.

Etwas versöhnlicher stimmt uns dann das kostenlose Minischwimmbad, das die Kids
ausgiebig testen und die Kinder sind von den zahlreichen freilaufenden Katzen
begeistert. Für die Nutzung des CP-Wlan werden dann noch einmal 1,60 Eur fällig,
aber so können wir wenigstens unsere E-Mails checken. Bislang haben wir in
Spanien noch kein einziges unverschlüsseltes WLan gefunden, zwar gibt es in
jeder Stadt sehr viele WLan-Points, aber alle verschlüsselt.
Am Nachmittag machen Heike und Fabian einen Ausflug mit dem Bus in die Stadt.
Hier gibt es keinerlei Kinderrabatt, Fabian muss wie ein Erwachsener zahlen und
1,05 Euro für eine jeweils ca. 15 minütige Busfahrt pro Person und Fahrt ist auch nicht so
billig.
Heike und Fabian besichtigen die Innenstadt und sind ganz begeistert von
Granada. Es ist - am Samstag - auch nicht allzu viel los. Hinterher ärgern wir
uns, dass wir nicht den "coolen Bus" (O-Ton Fabian) für Cityrundfahrten nutzen,
für den wir ein 24-Stunden-Ticket hätten erwerben können und dann die ganze Zeit
ein- und aussteigen könnten, überall, selbst zur Alhambra fährt der Bus.

Wir errechnen, dass uns die Busfahrt zur Alhambra (da wir auch noch umsteigen
müssten und die Buskarten im 2. Bus nicht gelten) über 24 Euro für die Familie
kosten würde. Außerdem müssten wir dann noch eine Nacht auf dem CP mit 37 Euro (exklusive
Strom, WLan etc.) bezahlen. Also werden wir das Einbruchsrisiko auf uns nehmen
und doch,- entgegen der ursprünglichen Planungen - mit dem Womo zur Alhambra
fahren.
Gegen 23.00 Uhr würden wir gerne schlafen, aber auf dem CP steppt der Bär. Ca.
50 französische Jugendliche campieren mit Schlafsäcken im Freien und machen
einen Riesenradau. Irgendwann nach Mitternacht schlafe ich endlich trotz des
Lärmes ein- allerdings nicht lange. Ein Teil der französischen Jugendlichen
beginnt um 4.00 Uhr damit sich lautstark zu unterhalten und Blödsinn zu machen.
Nach einer halben Stunde ist der halbe CP und jemand der französisch kann wach
und motzt. Gegen 5.00 Uhr kehrt dann endlich wieder Ruhe ein. Mir nützt das
nichts, ich bin nun hellwach, packe den Laptop aus schreibe den Reisebericht
weiter und beantworte noch eine E-Mail.
Falls ich es je vergessen haben sollte, ich weiß jetzt wieder, warum ich keine
CP mag. Dies ist die bisher unruhigste Nacht gewesen.
Sonntag,17.08
Morgens stürmen die Kinder nochmals das Schwimmbad, während ich das Abwasser
ent- und Frischwasser versorge. Gegen 11.00 Uhr müssen wir den CP verlassen und
fahren zunächst zur Alhambra hoch, um uns schon einmal zu orientieren. Da wir
erst ab 14.00 Uhr auf das Gelände dürfen und das Parken mit fast 5 Euro die
Stunde sehr teuer ist, fahren wir in die Innenstadt Granada. Kurz vor dem
Stadtzentrum finden wir an einer Seitenstraße zum Flüsschen einen Parkplatz. Wir
essen zu Mittag und die Kinder entdecken einen Spielplatz. Ich laufe ein wenig
umher und entdecke in der Nähe eine kleine Querstraße an einem Park mit einem
Spielplatz und Wasserbrunnen.
Gegen 14.00 Uhr fahren wir zur Alhambra und parken. Wir besichtigen die Gärten
und Paläste. Die gesamte Anlage, gerade auch die Gärten, sind sehr
beeindruckend, riesig groß und wir können uns durchaus noch vorstellen, wie dort
zu Maurenzeit gelebt wurde.

Die Kinder freuen sich auch sehr über die Katzen, die auch hier leben und
tatsächlich auch gefüttert werden.
Ab 18.45 stellen wir uns vor dem Nasridenpalast an, den wir gegen
19.15 Uhr betreten dürfen.

Um 20.15. verlassen wir das Gelände und entrichten die Parkgebühr die mit fast
27.- Euro heftig ausfällt. Wir beschließen zurück nach Granada zu fahren und
wollen versuchen, an dem kleinen Park, den ich mittags entdeckte, zu übernachten.
Es klappt, wir parken ein und essen zu Abend. Ab 21.00 Uhr kommen hunderte von
PKW, die alle einen Parkplatz suchen. Die Insassen wollen in die Innenstadt zum
Essen in die Restaurants oder flanieren. Wir verbringen eine ruhige Nacht und
nach ausgiebigem Duschen am morgen, füllen wir am Brunnen noch unsere
Wasservorräte auf.
Montag, 18.08.
Nach dem Duschen und Tanken brechen wir auf und suchen einen Supermarkt. Wir
müssen dringend einkaufen und tanken. An einer der Ausfallstraßen werden wir
fündig. Gegen Heikes ausdrücklichen Wunsch, zuerst in die Sierra Nevada zu
fahren, beschließt der Familienrat, direkt ans Meer zu fahren. Also starten wir in Richtung Motril
und erreichen Playa de Granada in der Mittagszeit. Es wälzt sich wieder ein
endloser Blechlindwurm durch jedes der Küstenörtchen. An ein Parken mit einem
7,5 m Womo am Strand ist nicht zu denken- nicht nur wegen der zahlreichen
Verbotsschilder. Wir fahren weiter und versuchen unser Glück in Calettas de
Velets einem Vorort von
Torre del Mar. Hier finden wir in ruhiges Seitensträßchen ca. 600 m entfernt vom
Strand. Wir parken und essen zu Mittag. Die Kinder stürmen ins Meer, es ist
wahnsinnig heiß. Nach 3 Stunden kommen sie zurück, ihnen war es zu heiß. Heike
kann leider nicht ins Wasser. Nachdem sie bislang keine Probleme hatte, hat sich
der Schnitt vom Embalse de Rumblar jetzt kräftig entzündet. Die Kids
werden in der Womodusche abgebraust.
Am anderen Ende des Seitensträßchens ist ein Lidl und wir können der Versuchung
nicht widerstehen, ein paar deutsche Produkte einzukaufen. Am Nachmittag finde
ich ein unverschlüsseltes WLan und checke unsere E-Mails und für Heike die
Olympiaergebnisse.
Wir beschließen, heute hier zu übernachten und morgen nach Gibraltar weiter zu
fahren, dies wird der südlichste Punkt unserer Reise werden. Wir wollen die
Affen sehen. Danach soll es nach Portugal gehen. - Hoffentlich ist es da nicht
mehr so voll wie hier.
Dienstag, 19.08.
Nach dem Frühstück zieht es Marc zunächst auf den Spielplatz zum Fußballspielen.
Danach ist er so erhitzt, dass er ins Meer zum Baden geht. Gegen 10.00 Uhr
starten wir in Richtung Gibraltar. Über die kostenfreie Autobahn sausen wir und
werfen unterwegs vom Aussichtspunkt einen Blick auf den Felsen.
In Linea de la Concecpion stehen wir im Superstau der Autos, die nach Gibraltar
wollen. Nach 90 Minuten und ca. 200 Kuppelvorgängen erreichen wir die Grenze und
die umständliche Grenzkontrolle. Es sind 32 Grad Celsius und wir tanken zunächst
Diesel, der hier ca. 15 Cent billiger ist als in Spanien und somit rund 30 %
günstiger als in Deutschland.
Danach suchen wir den Parkplatz der Kabinenbahn, mit der wir auf den Felsen
hochfahren wollen. Aber wir haben die Rechnung ohne den Verkehr gemacht. Überall
wird gebaut, einige Straßen und Parkplätze sind gesperrt und Gibraltar ertrinkt
im Verkehr. Alles ist total zugeparkt und einige Male passt unser Womo nur mit
mühevollem Rangieren und mit wenigen cm Breite durch die zugestellten Gassen.
Hinzu kommt, dass einige Straßen sehr steil sind und bei einer Wende müssen wir
Vollgas bei schleifender Kupplung geben, was sich gleich mit stinkender Kupplung
bemerkbar macht. An ein Parken bei der Kabinenbahn mit einem Womo ist nicht zu
denken. Es ist für Wagen über 2 Tonnen ausdrücklich verboten. Unsere Idee,
es vielen anderen nachzutun und per Auto den Felsen zu besichtigen, ist auch
nicht besser. Wir hätten ca. 25 Euro zum Durchfahren zahlen müssen und es wurde
schon gewarnt, es könne eng werden. Mir steht inzwischen der Schweiß auf der Stirn vom Fahren und ich
verzichte auf Affen, Kabinenbahn und Co. Bei mir ist nur noch der Fluchtreflex
ausgelöst und wir kämpfen uns zur Grenze vor. Die haben die Zöllner derart eng
abgemarkt, dass ich mit der hinteren Womoecke nur noch 10 cm Luft zum Dach des Grenzhäuschen habe, während die Stoßstange vorne bereits die "Plastiklegosteine"
zur Seite schiebt.- Auf Womos ist man hier nicht eingerichtet. Wir hätten aber
auch nicht auf spanischer Seite parken können, denn alle Parkplätze sind auch
dort stark überfüllt und außerdem wollten wir es Dieben mit einem Parkschein,
der anzeigt, wie lange wir wohl weg sind, auch nicht zu leicht machen.

Wir fahren an der Küste in Richtung Portugal weiter und nur ein kurzes Stück später
sind wir überrascht,
an einem schönen Sandstrand einen Parkstreifen zu finden, der noch Parkraum
bietet. In diesem Urlaub habe ich einparken mit dem Womo ja schon öfters geübt,
also parken wir hier. Die Kids stürzen ins Meer und werden die nächsten 2
Stunden nicht mehr gesehen. Wir Erwachsenen trinken im Womo einen Kaffee. Gegen
16.00 Uhr kommen schlagartig die Strandbesucher und innerhalb weniger Minuten
ist alles wieder zugeparkt, z.T. stehen die Strandbesucher in 2. Reihe.


Wir beschließen, heute Nacht hier zu bleiben, wenn wir nicht vertrieben werden.
Heike sieht im TV die Olympiazusammenfassung, ich schreibe diesen Bericht, die
Kinder spielen "Nintendo".
Unser Wasservorrat geht zu Ende, morgen müssen wir wieder tanken.
Mittwoch, 20.08.
Zunächst probieren wir einen Stellplatztipp aus dem den POI von Microsoft
Autoroute aus, die wir Familie Weh verdanken. Wir suchen nur Wasser, möglichst
ungechlort. In Spanien wird Trinkwasser stark gechlort. Nach bevor wir das Ziel erreichen,
entdecken wir einen Brunnen, aus dem ein Portugiese gerade 200 l Wasser in Fässer
füllt. Wir tanken hier auch und fahren weiter Richtung Portugal bis nach Alte.
Dort soll ein schönes Flüsschen (bzw. Quellen) mit Badestelle und ein Brunnen sein. Gegen 18.00
Uhr treffen wir dort ein und erleben einen Riesenrummel. Alles ist zugeparkt und
Dutzende Kinder, Jugendliche und Erwachsene baden. Wir haben große Mühe, das
Womo zu wenden, da alles absolut zugeparkt ist.

Vor dem Brückchen zum Flüsschen ist ein größerer Parkplatz, wir beschließen hier
zu übernachten. Zunächst gehen alle baden. Danach füllen wir an der Quelle
unsere Trinkflaschen, das Wasser schmeckt sehr gut. Ab 20.00 Uhr trifft Bus nach
Bus ein und parkt neben unserem Womo. Uns wird klar, dass das der Busparkplatz
ist und wir werfen den Diesel wieder an, um den Platz zu räumen. Ca. 1 km weiter
finden wir am Friedhof einen ruhigen, einigermaßen ebenen Parkplatz und richten
uns dort für die Nacht ein.

Es kommt ein starker Wind auf, wir genießen es sehr, dass das Womo durchgelüftet
wird und abkühlt. Nachts ist der Wind so stark, dass wir die Dachluken schließen
müssen, wir fürchten, sie würden sonst abgerissen.
Donnerstag, 21.08.
Wir starten zu einem letzten Versuch, an der Küste einen Womo-Stellplatz zu
finden. Nach den Erfahrungen an Spaniens Küste haben wir allerdings wenig
Hoffnung.
Auf jeden Fall wollen wir einen Blick auf die berühmte Algarve-Küste vom
berühmten Aussichtspunkt Punda de Piedade in Lagos , werfen. Überall wird
gebaut, auch eine Unmenge neuer Straßen, die noch gar nicht beschildert sind. Nach
einigem Suchen und einem Einkauf (Portugal ist erheblich teurer als Spanien) erreichen wir unser Ziel. Der Parkplatz ist nur zur Hälfte
gefüllt, worüber wir uns wundern. Wir stapfen los zur Besichtigungstour. Als wir
20 Minuten wieder am Parkplatz vorbeikommen (auf dem Weg zur anderen Seite), ist der Parkplatz völlig überfüllt, die PKW
parken schon außerhalb die Zufahrstraße zu.

Die Aussicht ist allerdings auch wirklich hervorragend. Birgit, Fabian und Heike
steigen bis ganz nach unten und alle 170 Stufen dann auch wieder hoch und
genießen jeden einzelnen Blick auf die Felsenalgarve.
Wir essen noch zu Mittag und
versuchen dann die Stellplätze aus unserem Womo-Reiseführer anzufahren. Wir
ersparen unseren Lesern hier weitere Details: Nur die Kurzfassung: Wo man ans
Wasser kommt, sind 100 von PKW und Dutzende von Womos schon da. Wir haben keine
Lust auf diesen Rummel- auf einen Parkplatz müssten wir eh anstehen und
beschließen, dass es das mit den Stellplatzversuchen an der Küste war und wir
lieber wieder an den Fluss in Spanien bei Andujar wollen.
Wir fahren weiter in Richtung Spanien. Unterwegs entdecken wir ca. 35 Km vor Beja am Stausee Barragem de Monte da Rocha einen schönen Platz zum Übernachten.
Unter Pinien stehen schon ein 25 Jahre alter Clou aus Deutschland und ein
neueres Womo aus England. Nachdem wir fertig sind mit Rangieren, kommt der
Engländer auf uns zu und meint, wir würden ihn und seinen Freund aus Heidelberg
stören, sie wollten alleine sein. wir sollen doch einen anderen Platz suchen.
Dieses Ansinnen muss ich leider ablehnen, wir haben keine Lust mehr
weiterzufahren und sind müde. außerdem ist der Platz groß genug und wir haben zu
dt. Womo ca. 8 m, zum englischen ca. 20m Abstand.

Zur Strafe für meine Uneinsichtigkeit werden wir ab sofort mit lautstarker Musik
aus dem Autoradio beschallt.
Wir schicken zum Ausgleich unsere 4 Kids öfter in der Nähe zum Fangenspielen vorbei.
Später meint Heike, der Engländer sei vor unserem Eintreffen nackt gewesen und
das sei wohl der Grund, warum ihn unsere Anwesenheit stört.
Freitag, 22.08.
Marc stürzt nach dem Frühstück los zu einem Bad im See, Astrid ist es zu
schlammig und sie hat recht. Als Marc zurück zum Womo kommt, muss er zunächst
abgeduscht werden, er ist an allen möglichen Stellen mit grauem Seeschlamm
bedeckt.
Danach sausen wir,- zur Freude der Engländer- wieder los.
Da der Diesel in Spanien billiger als in Portugal ist, wollen wir nach
Möglichkeit erst in Spanien tanken. Allerdings wissen wir nicht genau, ob an der
Grenze eine Tankstelle ist. Ich fülle daher zunächst für 15 Euro Diesel nach,
später nach der Grenze tanken wir dann voll.
Es ist heute wieder wahnsinnig heiß, Birgit und auch Heike leiden unter der
Hitze. Heike legt sich in der Mittagspause in Marcs Bett und schläft ein.
Gegen 18.00 Uhr treffen wir in unserem Zielgebiet, in Andujar, ein. Zunächst
kaufen wir ein und begeben uns danach auf die Suche nach Wasser. Unser
Womo-Führer empfiehlt ein Restaurant mit Wasserstelle. Das Restaurant finden
wir, nicht jedoch den Brunnen. Wir wollen uns dem Restaurant aber auch nicht
verpflichten, und beschließen die 2 km nach Andujar zurückzufahren und dort
unser Glück zu versuchen.
Wir sind gerade 500 m gefahren, als ein lautes Zischen nichts Gutes verheißt, es
hört sich nach Plattfuß an. Beim Fahren bemerke ich nichts und wir fahren bis
nach Andujar zur "Erg-Tankstelle" Meine Befürchtung bewahrheitet sich, der
innere Zwilling auf der Beifahrerseite ist platt. Also steht nun ein
Reifenwechsel an, ich mache mich bei immer noch großer Hitze daran, die Reifen
abzuschrauben und den Reservereifen unter dem Auto herauszuziehen.

Es stellt
sich heraus, dass das Ventil des Reifens geplatzt ist. Die große Hitze, die
lange schnelle Fahrt, haben ihm den Garaus gemacht. Außerdem sind die Ventile ab
Werk etwas zu schwach dimensioniert, es sind normale PKW- Ventile montiert und
das bei Reifendrücken von fast 5 bar. Es ist dies schon das 2. Ventil an diesem
Auto, das sich so verabschiedet. Wir sind froh, einen richtigen Reservereifen
und nicht bloß so ein Dichtmittel zu haben, denn das würde uns bei diesem
Schaden nicht nutzen. Beim Einkaufen haben wir eine Ford-Werkstatt gesehen, wir
fahren dort vorbei. Natürlich spricht niemand dort eine Fremdsprache. An einem
Neuwagen zeige ich mit Gesten und Geräuschen den Schaden. Der Angestellte
bedeutet mir dann, sie seien keine Werkstatt und könnten mir nicht helfen.
Da wir aber wegen der o.g. Problematik nur ungern ohne Reservereifen
weiterfahren wollen, begeben wir uns auf die Suche nach einem Reifenhändler /
Werkstatt. In einer Nebenstraße entdecke ich eine Hinterhofwerkstatt, in der
gerade an einem Trecker geschraubt wird und einige Reifen liegen. Auch hier
spricht niemand Deutsch oder irgendeine Fremdsprache. Aber mit Zeichensprache
bin ich ja schon geübt. Sie können uns helfen und 10 Minuten später und
fantastische 10 Euro ärmer haben wir wieder einen Reifen mit Ventil.
Es geht zurück zur Erg-Tankstelle. Dort haben wir einen Wasserhahn entdeckt,
außerdem müssen wir den Luftdruck am Reifen kontrollieren. Es stellt sich
heraus, dass nur knapp 2 Bar im Reifen sind, mit diesem Druck wäre der Reifen
nutzlos. Ich fülle 3 Bar dazu und krieche wieder unter das Auto, um den Reifen
unter dem Wagen zu verstauen. Während die Familie im Auto zu isst,
inzwischen ist es fast 21.00 Uhr, rangiere ich zum Wasserhahn und schließe
unseren Schlauch an. Leider hat der Hahn ganz wenig Druck und es dauert 45
Minuten, bis der Tank gefüllt ist. Kurz vor 22.00 Uhr starten wir zu unserem
Stellplatz. Dort angekommen, wollte ich eigentlich noch baden, ich bin von der
ganzen Aktion ziemlich dreckig und verschwitzt, aber es ist stockdunkel und der
Wasserstand im Fluss ca. 0,5 m tiefer als sonst. Ich wasche mich notdürftig und
alle sinken todmüde ins Bett.
Samstag, 23.08
Heute steht ein Erholungstag an, gegen 10.00 Uhr ist der Wasserstand im Fluss
wieder normal. Wir vermuten, dass es mit dem Wasserkraftwerk oberhalb zu tun
hat, Vermutlich stauen sie dort nachts das Wasser, wenn kein Strom benötigt wird
und morgens, wenn der Strombedarf steigt, wird auch wieder mehr Wasser in den
Fluss abgelassen.
Wir (ohne Astrid und Birgit) wandern den staubigen Weg entlang, bis wir nach ca. 3 km am Stausee ankommen.
Unterwegs am Fluss sehen wir noch einen schönen großen Flusskrebs. Das Wasser des
Sees ist wärmer als der Fluss und er bietet einen schönen Sandstrand und sehr
flachen Zugang in den See. Allerdings keine Stellmöglichkeiten für unser Womo,
wir werden deshalb unseren Standort beibehalten.

Zurück am Womo sind wir so erhitzt, dass wir sofort zur Abkühlung und zum
Waschen in den Fluss springen.
Am Nachmittag spielen wir Canasta und Fußball. Birgit geht schwimmen und tritt
in eine Wespe, die am Ufer trinken möchte. Trotz sofortiger Kühlung schwillt ihr
Fuß an. Abends sind die Jungs so
verstaubt, dass sie sich im Fluss waschen müssen. Dabei geht unser Waschlappen im
Wasser verloren. Die Mädchen tauchen danach, finden ihn aber nicht.

In der Nacht setzen die Kinder durch, ihre Nintendos via Wechselrichter
aufzuladen und so spannen sich Kabel quer durchs Womo.
Sonntag, 24.08
Der Wasserstand am Fluss ist wieder 50 cm tiefer und ich entdecke den
Waschlappen auf dem Grund des Flusses in ca. 1 m Tiefe. Mein Tag beginnt also
erfrischend. Danach frühstücken wir und ich montiere die Reservetoilettencassette.
Danach schreibe ich Reisebericht, Heike sieht die Olympiaergebnisse im Videotext
durch. Die Kinder spielen draußen. Den übrigen Tag verbringen wir mit Faulenzen,
Kartenspielen und Baden.
Montag, 25.08
Wir freuen uns auf einen weiteren Tag auf unsrem Lieblingsstellplatz. Gleich
nach dem Frühstück spielen wir Fußball, Marc gegen die Eltern. Heike kam so zu
einer schnellen Abkühlung, da sie dem Ball nachspringt in den Fluss. Wir sind
erstaunt, dass doch einige Leute wieder an den Fluss kommen, obwohl ein Werktag
ist. Erstmals sehen wir auch eine Wandergruppe; die Wanderung dürfte allerdings
nicht allzu weit ausgefallen sein, denn die Kinder maulten schon beim Loslaufen
und ca. eine Stunde später waren alle auch wieder zurück.
Nachmittags entdecken wir drei verschiedene Krebse allein an unserer
Wasserstelle.
Gegen Abend kommt erneut die Guardia Civil und spricht uns an, dass Camping
verboten sei. Auf unsere Frage, ob sie der englischen Sprache mächtig seien,
ernten wir wie immer heftiges Kopfschütteln, so dass wir nicht fragen konnten,
ob wir noch eine Nacht bleiben könnten. Der spanische Nachbar mit einem
Kastenwagen "erklärt" uns dann - auf Spanisch -, dass man offensichtlich nur
zwei oder drei Nächte stehen dürfe, dann müsse man weiterfahren. Er wolle
nämlich die kommende Nacht auf dem Platz übernachten. Wir beschließen daher, in
aller Ruhe alles einzupacken und - nach dem Abendessen - nach Andujar zu fahren.
Hier stellen wir uns dann neben einen kleinen Park mit Spielplatz und erwarten
eine weniger ruhige Nacht mit erneut voller Beleuchtung. Unterwegs hat Marc noch
seinen zweiten oberen Schneidezahn verloren und sieht jetzt wirklich aus wie
Zahnlückenjoe.

Vor allem Astrid freut sich sehr darauf, dass es nun bald nach Hause geht.
Morgen werden wir noch einkaufen, ver- und entsorgen und dann langsam Richtung
Norden starten.
Dienstag, 26.08
Wie erwartet war die Nacht recht laut, gegen 24.00 Uhr beginnen die Jugendlichen
mit ihren Mopeds lautstarke Verfolgungsrennen und erst nach 1 Uhr kehrt so
langsam Ruhe ein.
Der Lidl öffnet bereits um 9.00 Uhr und so kaufen wir dort ein, danach starten
wir in Richtung Madrid. Kurz vor Madrid tanken wir an einer Tankstelle Diesel
und Wasser, entleeren unsere Toilettentanks. Dabei lasse ich unseren
Wassertankdeckel liegen, was wir erst später am Tage bemerken. Danach machen wir
an der Jesusstatue kurz vor Madrid Mittagsrast.
Gegen 17.00 Uhr sind wir in Höhe des Embalse de tranquera in der Gegend von
Calatayud und beschließen hier am Stausee einen Übernachtungsplatz zu suchen und
ggfs. im Stausee zu baden. Bei einer Einsiedelei am See parken wir und
inspizieren den See. Der Stausee hat Steilufer und ist nur über einen steilen
schmalen Trampelpfad zu erreichen. Das gesamte Ufer und Teile des flachen Sees,
der nur sehr wenig Wasser hat, sind völlig vermüllt. Plötzlich hören wir vom
Parkplatz ein lautes Zischgeräusch; das Ventil am rechten Vorderreifen ist
geplatzt, der Reifen platt.

Hier sieht man das geplatzte Ventil
Nun sind wir froh, dass wir in Andujar das defekte
Ventil erneuerten, sonst hätten wir keinen Reservereifen mehr. Also steht
Reifenwechsel Nr.2 dieses Urlaubes an. Der Wagenheber schafft es fast nicht, den
Wagen hochzuheben, wir stehen leicht schräg. Nun beschließen wir für heute hier
stehen zu bleiben, morgen früh werden wir dann in Zaragossa, von dem wir noch
ca. 100 km entfernt sind, einen Reifendienst suchen.
Nach dem Abendessen spielen wir noch Rommee, danach tippe ich den Tagesbericht.
Als es schon dunkel wird kommen plötzlich einige spanische PKW angefahren, deren
Insassen später in völliger Dunkelheit an den Picknicktischen zu Abend essen.
Sie unterhalten sich sehr verwundert über uns, was wir aus einigen
Gesprächsfetzen schließen.
Mittwoch, 27.08.
Früh am Morgen starten wir in Richtung spanische Grenze. In Zaragossa machen wir
einen Zwischenstopp auf der Suche nach einem Reifenhändler. Wir wollen es nach
wie vor nicht riskieren ohne Reservereifen zu fahren. Bei einer Renault
LKW-Werkstatt fragen wir nach Hilfe. Ein Schwarzafrikaner spricht Französisch
und Heike zum Glück auch. Er erklärt uns den Weg zum Reifenhändler. Dort kann
man uns für 6 Eur helfen und ich habe das zweifelhafte Vergnügen mal wieder
unter dem Auto zu liegen. Danach tanken wir Diesel und fahren weiter. 30 Km vor
dem Tunnel, der die Grenze zwischen Spanien und Frankreich bildet, kaufen wir
ein, essen zu Mittag und tanken den billigsten Diesel des Urlaubs für 113 Cent.
Kurz vor dem Tunnel füllen wir unseren Wassertank an einem Brunnen auf. Wir
genießen es, endlich mal wieder ungechlortes Wasser zu erhalten. Dabei stellen
wir fest, dass wir den Wassertankdeckel liegen gelassen haben. Eine
aufgeschnittene Plastikflasche dient als Notverschluß.

Wenige Kilometer nach dem Tunnel werden wir vom Zoll angehalten. Der freundliche
Zollbeamte spricht sogar ein wenig Englisch und möchte wissen, ob wir Zigaretten
oder Alkohol bei uns führen, woher wir kommen und wo wir hinwollen. Wir
antworten wahrheitsgemäß, dass wir derartige Waren nicht haben und der Zöllner
überlegt eine Minute, ob er mir trauen kann und ob er es sich antun soll, das
Wohnmobil zu durchsuchen. Wir wirken vertrauenerweckend genug und dürfen weiter
fahren.
Gegen 23 Uhr erreichen wir Bergerac in Frankreich und beschließen hier am Ufer
der Dordogne auf dem kostenlosen Stellplatz zu übernachten.
Donnerstag, 28.08.
Die Nähe zur kostenlosen Ver- und Entsorgung nutzen wir aus und duschen
ausgiebig. Danach begibt sich Heike mit Birgit auf die Suche nach einem Bäcker
und Birgits Frühstück ist mit Baguette gesichert, was ihr ein strahlendes
Lächeln aufs Gesicht zaubert.
Nach dem Frühstück versorgen wir und starten unsere heutige Tour. Eine
landschaftlich schöne Strecke an vielen kleinen Seen und Flüsschen erwartet uns.
Alle paar Kilometer sind Wohnmobilversorgungen angeschrieben, eine
wohnmobilfreundliche Gegend.
Am Abend gegen 20.30 Uhr mit dem letzten Tageslicht erreichen wir den Stellplatz
an einer Doubs-Schleuse in Dampiere. Wir essen zu Abend und fallen ins Bett.

Freitag, 29.08.
Nach wunderbar kühler Nacht werden die Erwachsenen schon um 7.00 Uhr wach. Wir
frühstücken leise, während die Kids noch schlafen. Später entsorgen wir unsere
Kassette auf der Stellplatztoilette, danach geht es zur letzten
Etappe unserer Fahrt nach Hause. Wenn alles klappt, sind wir heute abend wieder
in Stutensee.
Gegen 17.00 Uhr treffen wir in Stutensee wieder ein. Berge von Wäsche werden ins
Haus geschleppt und wir riskieren einen vorsichtigen Blick in die Kanzlei,
wieviel Arbeit und Aktenberge uns dort erwarten. Zum Glück hält sich dies aber
in erträglichem Rahmen.
Schade, nun ist der Urlaub endgültig vorbei.
Wochenendtour 02.10.-05.10.08
Über das verlängerte Wochenende wollen wir eine kleine Tour in die Pfalz machen.
Trotz eher durchwachsener Wettervorhersagen nehmen wir die Fahrräder mit und
starten am Donnerstagabend gegen 19.00 Uhr in Stutensee. Bereits in Karlsruhe
ereilt uns der Rückstau der Rheinbrücke, auf der Bauarbeiten stattfinden. Nach
ca. 30 Minuten haben wir uns durch den Engpass gequält und genießen 2 km freie
Fahrt bis uns der nächste Baustellenstau erreicht. Die A 65 ist nur noch
einspurig. Gegen 21 Uhr erreichen wir endlich unser heutiges Etappenziel, den
Kletterpark Kandel.

Pünktlich bei unserem Eintreffen beginnt es stark zu regnen. Wir essen zu abend
und fallen müde in unsere Betten.
Am Kletterpark befindet sich auch ein kleiner Barfußweg und etwas weiter weg ein
Waldschwimmbad, das aber im Oktober bereits geschlossen hat. Auch eine große
Grillhütte ist angeschlossen.

Freitag, 03.10.08
Der Morgen begrüßt uns mit wolkenverhangenem Himmel, aber ohne Regen. Wir sind
um 9.00 Uhr am Kletterpark die ersten Gäste und bezahlen insgesamt 43,50 Eur für
einen Erwachsenen und 4 Kinder. Die Jungs dürfen allerdings nur auf den
Babyparcour, der max in 1,5 m Höhe sich von Baum zu Baum schwingt. Nachdem wir
alle mit der Kletterausrüstung ausstaffiert sind, geht es auch schon los. Leider
wird es den Jungs sehr schnell langweilig, nachdem sie innerhalb von 90 Minuten
den Parcour 4x geklettert sind, motzen sie rum, weil sie nicht auf die
schwereren Parcour dürfen. Also gehen die männlichen Familienmitglieder zurück
zum Womo und vertreiben sich die Zeit mit Kartenspielen. Nach dem Mittagessen
spielen wir Fußball und ich schieße den Ball über den hohen Zaun auf das
Schwimmbadgelände. Wir heben Marc über den Zaun, was sich wegen der großen Höhe
und der Ausstattung mit Stacheldraht als schwierig erweist. Wir sind alle froh,
als Marc mit Ausnahme einiger Stellen voller Brennnesselnquaddeln heil mit dem Ball
zurück ist.

Nach dem Kaffee spielen wir noch mal Fußball, diesmal passiert Marc das
Missgeschick. Er weigert sich aber nun noch einmal über den Zaun zu klettern.
Nun setzt auch noch wolkenbruchartiger Regen ein und alle flüchten zunächst ohne
Ball zum Womo.
Als der Regen nachlässt suchen wir nach einem Weg an unseren Ball zu gelangen.
Leider ist er diesmal nicht auf der Schwimmbadwiese sondern in einem
abgesperrten Bereich in dem allerlei Technik liegt, gelandet. Wir müssen
aufgeben, zu groß ist die Gefahr, dass sich jemand am Stacheldraht oder den
Stacheln des Metallzaunes verletzt:
Abends spielen wir Rommee und gehen danach zu Bett.

Samstag, 04.10.08
Der Tag beginnt, wie der zuvor endete, mit Regen. In der Nacht war es mit ca 5
Grad relativ kalt, was wir an der recht oft laufenden Heizung merkten. Nach dem
Frühstück machen wir uns deshalb auf nach " ShoeCity" in Hauenstein. Hier gibt
es zahlreiche Factoryoutlets diverser Schuhfabriken und die Mädchen brauchen
noch Winterschuhe. Als wir um 10.30 Uhr eintreffen, haben wir noch freie Auswahl
bei den Parkplätzen, später gegen 12.00 Uhr ist alles zugeparkt.
Unsere Mädels gehen shoppen, den Jungs wird es schnell zu langweilig und wir
gehen zurück zum Womo und essen zu Mittag. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen
und die Sonne kommt heraus. Gegen 12 Uhr ist die Familie wieder vereint und
nachdem auch der weibliche Teil derselben satt ist, fahren wir nach
Hinterweidenthal und parken nahe der Bahnlinie auf dem großen Parkplatz. Von
hier starten wir unsere Radtour, immer am kleinen Flüsschen Lauter entlang auf
Radwegen Richtung Frankreich. Dies wäre 23 km entfernt, aber Marc, der das am
schlechtesten übersetzte Fahrrad fährt, streikt nach der Hälfte und weigert sich
angesichts des Rückweges weiter zu fahren. Also kehren wir um und trinken am
Womo Kaffee. Die Kinder spielen wieder Karten. Gegen 18.30 Uhr starten wir nach
Pirmasens. Heike möchte noch Hosen für Astrid und die Jungs kaufen. Sehr zu
unserer Überraschung ist Astrid von der Idee Klamotten zu kaufen angetan und
kauft mit ihrer Mutter zusammen den halben Laden leer.

Danach möchten wir am Beckenhof einkehren und anschließend dort übernachten.
Leider treffen wir erst gegen 20.00 Uhr dort ein und das Lokal ist - wie um
diese Zeit zu erwarten- gut gefüllt. Nachdem wir erkennen, dass es hier wohl
22.00 Uhr würde, bis wir gegessen haben, essen wir doch lieber im Womo zu abend
und richten uns für die Nacht ein. Im Fernsehen schaue ich Nachrichten und
erfahre, dass letzte Nacht vorübergehend der Winter in Deutschland eingebrochen
ist. In Bayern fielen 20 cm Neuschnee und für die Nacht werden
Tiefsttemperaturen zwischen -4 und +5 Grad erwartet. Am morgigen Sonntag soll es
immer wieder lang anhaltend regnen, aber immerhin bis zu 12 Grad warm werden. Da
haben wir ja heute mächtig Glück mit dem Wetter gehabt.
Danach schreibe ich diesen Bericht, Heike liest und die Kinder schlafen zum
Glück.
Sonntag, 05.10.08
Wir fahren zu unserer Oma Gudrun nach Pirmasens und überraschen sie mit unserem
Besuch. Mittag essen wir zusammen im Beckenhof, anschließend gehen wir noch ein
wenig im Wald spazieren. Danach bringen wir Oma Gudrun zurück nach Pirmasens und
starten zurück nach Hause. Abends um 18.00 Uhr sind wir wieder in Stutensee.
Viel zu schnell ist die freie Zeit wieder vergangen!
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